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Die Meister 2009/10

Die Union Kornspitz Pregarten sicherte sich in der Bezirksliga Nord souverän den Meistertitel

Hatten die Experten vor der Saison einen Pregartner Meistertitel durchaus auf der Rechnung, wurden am Ende doch viele überrascht, dass nicht die favorisierte ASKÖ-Elf von Trainer Helmut Köglberger, sondern die Union Kornspitz Pregarten - erstmals in der Vereinsgeschichte - in die Landesliga einzieht.


BEZIRKSLIGA NORD  -  UNION KORNSPITZ PREGARTEN

Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte konnte nicht unbedingt erwartet werden, waren doch die Vorzeichen nicht die besten. "Nach dem Rücktritt von Trainer Kurt Süssner, der sich aus privaten Gründen zurückzog, gestaltete sich vor einem Jahr die Trainersuche überaus schwierig. Denn zwei unserer Wunschkandidaten - Walter Lehner und Thomas Slach - haben sich anderweitig entschieden, sodass wir erst relativ spät fündig geworden sind", erklärt Sektionsleiter Hermann Wolfsegger. "Aber nach einem Tipp von Willi Wahlmüller, der jetzt sehr erfolgreich in St. Florian tätig ist, früher bei uns gespielt und die Mannschaft auch betreut hat, kam es zur Verpflichtung von Robert Bartosiewicz, der ein Kurzgastspiel bei OÖ-Ligist Traun hinter sich hatte", freut sich der Sektionsleiter im Nachhinein über die Trainerbestellung.

Trainer auch als Spieler ein Goldgriff
Nach anfänglichen Problemen, Trainer Bartosiewicz setzte auf Disziplin und Trainingseifer und nahm auf Namen keine Rücksicht, wuchs das Team rund um den neuen Übungsleiter immer mehr zusammen. "Schon in der Vorbereitung ist es recht gut gelaufen, da haben wir nur ein Spiel verloren. Zudem konnte Bartosiewicz mit tollem Training und neuen Übungen die Mannschaft überzeugen und begeistern. Auch die Systemumstellung auf eine Viererkette hat am Ende funktioniert. Es war aber im Sommer nicht vorgesehen, dass die Trainer seine Schussstiefel wieder schnürt - doch Bartosiewicz hat die Viererkette dirigiert und organisiert und einen tollen Abwehrchef abgegeben", nennt der Sektionsleiter einen Schlüssel des Erfolges.

Die Pregartner waren von Saisonbeginn an im Spitzenfeld der Liga und kamen letztendlich ohne größeren Hänger durch. Zudem haben sich die Spieler ständig weiterentwickelt und hat der Trainer ein gutes Gespür bewiesen. "Michael Mayrhofer, der früher meist über die Seiten gekommen ist, hat Bartosiewicz zu einem echten Strafraumstürmer umfunktioniert, der es am Ende auf stolze 19 Saisontreffer brachte", sagt Wolfsegger. "Aber wir haben auch ein wenig Glück gehabt, sind wir doch vor gröberen Verletzungen verschont geblieben. Großen Anteil an der Fitness der Spieler hatte Reinhard Gattringer, den wir im Winter als Masseur engagiert haben, der sich anbahnende Muskelverletzungen sofort dementsprechend behandelt hat", zollt der Sektionsleiter dem Masseur ein Extralob.

Erst nach dem Derbysieg an Titel geglaubt
Obwohl die Union Pregarten meist ganz vorne mit dabei war, wurden die Titelträume erst sehr spät Realität. "Wir wollten uns im Vorderfeld präsentieren, haben aber nie ernsthaft vom möglichen Titel gesprochen. Erst nach dem Derbysieg ist uns bewusst geworden, welch große Chance sich ergeben hat. Und die Chance hat sich die Mannschaft auch nicht mehr nehmen lassen, kühlen Kopf bewahrt und letztendlich den Meistertitel errungen", hat auch Hermann Wolfsegger das Erreichte noch nicht gänzlich verarbeitet.

In dieser Woche stehen noch zwei Trainingseinheiten auf dem Programm, ehe die Spieler in die wohlverdiente Sommerpause gehen. "Am 5. Juli beginnt dann die Vorbereitung zu unserer ersten Landesliga-Saison. Bis dahin wird es kleine Kaderveränderungen geben, große Bewegungen sind jedoch keine geplant. Über die Ziele haben wir uns noch keine großen Gedanken gemacht, der Klassenerhalt steht natürlich an oberster Stelle. Aber ich habe in dieser Saison das eine oder andere Landesliga-Spiel gesehen und denke, dass wir mit unserem Kader mit einem Teil der Mannschaften durchaus mithalten können, weshalb wir uns in Richtung Tabellenmittelfeld orientieren möchten", sagt Wolfsegger.

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