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2. Klasse West

SV Obernbergs Trainer Alois Lobe analysiert die Herbstsaison der 2. Klasse West

Während Neuhofen 1b dem Aufstieg entgegen steuert, duellieren sich dahinter einige Mannschaften um den zweiten Aufstiegsplatz. Auch am Tabellenende ist das Feld dicht gedrängt, hat die "Rote Laterne" noch keinen dauerhaften Abnehmer gefunden.


AUFSTIEGSKAMPF

SV WIGO-HAUS Neuhofen/I. 1b
Der Herbstmeister war für mich bereits vor Saisonbeginn der Titelfavorit, die Dominanz des Teams - 12 von 13 Spielen wurden gewonnen - hätte ich in dieser Form jedoch nicht erwartet. Die bestens ausgebildeten Akteure präsentierten sich spielerisch ungemein stark und agierten mit einer sehr gut funktionierenden Viererkette. Die Neuhofener werden sich den Aufstieg auch nicht mehr nehmen lassen.

Union Arcobräu St. Martin/I.
Auch diese Mannschaft hatte ich auf der Rechnung. Aber dass es ausgerechnet mein Team war, dass in der letzten Herbstrunde mit einem 5:0-Kantersieg die Siegesserie beendete, freut mich natürlich, aber an diesem Tag hat bei uns alles gepasst. St. Martin stellt eine starke Truppe, vor allem die jungen Spieler haben sich sehr gut entwickelt. Meiner Meinung nach wird diese Mannschaft bis zum Schluss um den Aufstieg kämpfen.

Union Danzer Aspach-Wildenau
Dieses Team zählte von Beginn an zu den absoluten Favoriten und will auch unbedingt aufsteigen. Die Aspacher setzen sich dadurch aber einem großen Druck aus - sie haben aber das Zeug dazu, diesem auch standzuhalten.

SV Obernberg
Trotz des dritten Platzes in der Vorsaison wird der Aufstieg nicht mit aller Gewalt angestrebt, ist doch meine Mannschaft noch sehr jung. Wir haben aber gesehen, dass wir auch mit den Favoriten mithalten können und trauen uns deshalb auch einiges zu. Die Unerfahrenheit könnte sich im Aufstiegsrennen jedoch als Nachteil erweisen. Sollten wir im Frühjahr die Chance bekommen, wollen wir sie natürlich nützen.

SV Schildorn
Neo-Trainer Günter Schachl hat tolle Arbeit geleistet. Diese Mannschaft ist für mich die positive Überraschung der Herbstsaison. Die Schildorner haben eine starke Hinrunde absolviert, konstant und diszipliniert agiert und hatten vor allem mit Gerold Eichinger den Torschützenkönig der Liga in ihren Reihen. Der Top-Stürmer hatte einen Lauf und brachte es auf stolze 16 Treffer. Und sollte er auch in der Rückrunde wie am Fließband treffen, dann könnte mit Schildorn zu rechnen sein. Aber insgeheim glaube ich nicht, dass die Schachl-Elf bis zum Schluss um den Titel mitmischen wird.

TABELLENMITTELFELD

UFC Riegerting
In Riegerting wollte man unbedingt um den Aufstieg mitmischen, es ist auch entsprechendes Potenzial vorhanden. Mit dem Abschneiden kann man daher nicht zufrieden sein. Auch ich hätte von dieser Mannschaft wesentlich mehr erwartet. Nur mit einem absoluten Lauf - und wenn die Spitzenteams entsprechend Federn lassen - ist unter Umständen noch ein Eingreifen ganz vorne möglich.

Union Taiskirchen
Mit dem siebenten Platz haben sich die Taiskirchner erwartungsgemäß im Tabellenmittelfeld präsentiert. Ebenso wie die nächstfolgenden Mannschaften kann sich Taiskirchen für die Aufstiegsanwärter als gefährlicher Gegner erweisen, hat man doch nichts zu verlieren, kann nur überraschen.

Union R+S Mehrnbach
Nach dem "Ausverkauf" und dem darauf folgenden Abstieg ist man auch katastrophal in die Saison gestartet. Die Probleme der letzten Jahre konnte man auch in der 2. Klasse nicht los werden. Erst nach dem Trainerwechsel ist es unter Horst Wintersteiger besser gelaufen, konnte man ins Tabellenmittelfeld vorstoßen und zumindest Schadensbegrenzung betreiben.

SV Romberger Lambrechten
Von diesem Team hätte ich eigentlich etwas mehr erwartet. Zu Saisonbeginn hatte man jedoch einige Verletzte zu beklagen. Aber jetzt befindet man sich im Niemandsland der Tabelle, geht es nur mehr um die "goldene Ananas", das ist sicher demotivierend.

TABELLENENDE

SV Europlan Pram
Die jüngste Mannschaft der Liga führt die E24-Tabelle an. Trainer Hans-Peter Bichler leistet gute Arbeit, seine Mannschaft wurde jedoch unter Wert geschlagen. Aber wenn man nur sieben Tore erzielt, ist auch nicht mehr möglich, grenzt es eigentlich schon an ein Wunder, dass man vier Mannschaften hinter sich lassen konnte. Das Team ist aber noch sehr unerfahren und hat auch aufgrund mangelnder Chancenauswertung einige Punkte liegen lassen.

Union Reichersberg
Ebenso wie die drei Letztplatzierten waren die Reichersberger in den vergangenen Jahren stets am unteren Ende der Tabelle zu finden. Auch in dieser Saison ist das nicht anders. Trotz der zehn Niederlagen sehe ich aber eine geringfügige Steigerung, sollte die "Rote Laterne" abgewendet werden können.

UFC Peterskirchen/Andrichsfurt
Auch die Mannschaft von Trainer Helmut Schuller kämpft Jahr um Jahr gegen die "Laterne" an. Der Coach hätte sich in dieser Saison vielleicht den Sprung ins Tabellenmittelfeld erwartet. Das Ziel wurde jedoch nicht erreicht - und daran wird sich wohl auch im Frühjahr nichts ändern. Auch mittelfristig sehe ich - wie bei den Tabellennachbarn auch - keine entsprechenden Möglichkeiten für große Sprünge.

SV Waldzell
Das ist eine ganz junge Mannschaft. Auch wenn es nur für den vorletzten Platz gereicht hat, sollten die Verantwortlichen und Trainer Karl Sperl die Flinte nicht ins Korn werfen. Man soll den eingeschlagenen Weg fortsetzen und vielleicht wird man in absehbarer Zeit dafür auch belohnt.

Union Polling
Der Verein befindet sich schon seit Jahren in einer schwierigen Situation. Wenig verwunderlich war, dass Neo-Trainer Peter Erlach schon zu Saisonbeginn das Handtuch warf. Der Abwärtstrend der letzten Jahre hielt auch im Herbst unvermindert an. Mit der Verpflichtung von Trainer Johann Stempfer sehe ich jedoch einen Hoffnungsschimmer. Denn Stempfer hat schon in St. Johann gute Arbeit geleistet. Und mit den Schwerpunkten Kameradschaft und Disziplin könnte auch Polling mit kleinen Schritten wieder etwas besseren Zeiten entgegen gehen. Wenn es einer schafft, dann Johann Stempfer.

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