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2. Klasse Ost

DSG Union Großramings Trainer Thomas Kletzmayr analysiert die Herbstsaison der 2. Klasse Ost

Die 2. Klasse Ost ist in dieser Saison nichts für schwache Nerven. Außer den beiden Nachzüglern haben sämtliche Mannschaften mehr oder wenige die Chance, aufzusteigen.


Aufstiegsrennen

Obwohl die Union Wolfern im Sommer zehn Spieler verloren hat musste man den Absteiger auf der Rechnung haben, ist doch der Kader mit guten Spielern aufgefüllt worden. Während den meisten Mannschaften im Herbst die Konstanz fehlte, zogen die "Wölfe" bis zum Schluss durch und konnten mit einem respektablen Vorsprung in die Winterpause gehen. Der Herbstmeister ist aber noch nicht durch - ich gehe davon aus, dass es in der Rückrunde noch spannend und sich das Feld ganz vorne noch mehr zusammenschieben wird.
DSG Union Großraming: Nach dem Abstieg konnten wir die Herbstsaison zwar als Zweiter abschließen, waren jedoch mit den erbrachten Leistungen - vor allem im spielerischen Bereich - keineswegs zufrieden. Am Ende haben wir von den Umfallern der vermeintlichen Spitzenteams profitiert. Und so wie wir uns im Herbst präsentiert haben, würden wir in der 1. Klasse erneut keine Chance haben. So gesehen wollen wir uns stabilisieren und erst dann aufsteigen, wenn eine echte Chance besteht, sich langfristig in der 1. Klasse zu halten. Das Potenzial ist sicher vorhanden, nur muss es dementsprechend ausgeschöpft werden.
Der dritte Platz der Union Schiedlberg kommt für mich keineswegs überraschend. Ich schätze Trainer Machreich als guten und ehrgeizigen Trainer, zudem hat er eine kompakte und starke Mannschaft zur Verfügung. Das ist eine junge Truppe, die gefährliche Stürmer in ihren Reihen hat und um den Aufstieg ein ernstes Wort mitreden wird.

Das 1b-Team des SV Sierning MGHR ist wie fast alle 1b-Mannschaften von der personellen Situation der "Ersten" abhängig. Als man noch aus dem Vollen schöpfen konnte, ist es sehr gut gelaufen. Mit Fortdauer der Saison ist der Kader jedoch an seine Grenzen gestoßen und hat mit einer Negativserie eine bessere Platzierung vergeben. Aufgrund des insgesamt dünnen Kaders glaube ich auch nicht, dass die Sierninger bis zum Schluss um den Aufstieg mitmischen werden.
Der SV Weyer hat sich in dieser Saison den Aufstieg als Ziel gesetzt. Die Mannschaft ist auch durchaus stark, doch wie ich gehört habe, wird der gefährliche Stürmer Jiri Zezula im Frühjahr nicht mehr zur Verfügung stehen. Und sollte man diesen Leistungsträger nicht gleichwertig ersetzen können, wird es mit dem Aufstieg wohl eher nicht klappen.
Unter Trainer Alfred Strasser praktiziert der ATSV Stein eine sehr defensive Spielweise. Auch wenn man mit zwei Neuerwerbungen (Sebastian Stepien und Roland Gmainer) in die Rückrunde geht, wird man mit den gezeigten Offensivleistungen kaum ernsthaft ins Aufstiegsrennen eingreifen können.

Die Union Hofkirchen/Traunkreis ist für mich die launische Diva der Liga. Die Mannschaft von Trainer Alexander Windisch konnte überraschende Siege feiern, kassierte dann aber wieder saftige Niederlagen. Die Mannschaft ist einfach zu unbeständig. Aufgrund der fehlenden Konstanz wird es am Ende für ganz vorne auch nicht reichen.
Nach dem Abstieg ist beim SV Reichraming ein gewisser Umbruch erfolgt. Obwohl die Mannschaft nur am achten Tabellenplatz steht, traue ich ihr sehr viel zu. In Reichraming passt die Einstellung - die Vorbereitung ist bereits angelaufen - und auch die Leistungskurve zeigt in die richtige Richtung. Für mich zählt der Absteiger zu den Favoriten, ob es am Ende reichen wird, wage ich jedoch nicht vorherzusagen.
Der ASV Kleinreifling hat eine respektable Hinrunde absolviert und sich mit Reinhard Wimberger, der von Maria Neustift wieder zurückgekehrt ist, mit einem ganz starken Mittelfeldspieler verstärkt. Für den Aufstieg wird es wohl nicht reichen, zudem weist der Sportplatz nicht die geforderten Ausmaße auf. Aber gerade der kleine Platz könnte den einen oder anderen Aufstiegsanwärter ins Straucheln bringen, sich Kleinreifling als Zünglein an der Waage erweisen, zumal in der Mannschaft gewisses Potenzial vorhanden ist.

Tabellenende

Auch ein Traditionsklub wie der SK Vorwärts Steyr kam mit seinem 1b-Team nach dem Neueinstieg nicht ungeschoren davon. Nach einem guten Beginn machte sich der kleine Kader nach Verletzungen und Sperren negativ bemerkbar. Da half auch das Comeback von Amarildo Zela nichts. Zudem ist die Mannschaft insgesamt zu unerfahren und wird im Frühjahr auch keine großen Sprünge machen können.
Wie schon in den letzten Jahren kämpft der FC Aschach/Steyr erneut gegen die Rote Laterne. Diese konnte zwar nur aufgrund der besseren Tordifferenz abgewendet werden, eine kleine Steigerung war aber dennoch erkennbar. So haben sich die hohen Niederlagen der vergangenen Jahre im Herbst minimiert. Das Tabellenmittelfeld ist kurzfristig aber noch nicht in Sicht.
Es war nicht der Herbst der Union Maria Neustift. Die Leistungen haben von Anfang an nicht gestimmt, dann hat Trainer Schönegger das Handtuch geworfen, schließlich musste man mit dem letzten Platz vorlieb nehmen. Und nun stehen in der Rückrunde zumindest fünf Spieler nicht zur Verfügung. Neo-Trainer Christian Gruber erwartet eine Menge Arbeit, ich kenne ihn aber sehr gut und traue ihm einen Neuaufbau zu, zumal im U18-Team einige Talente vorhanden sind. Es wird aber wohl zwei, drei Jahre dauern bis man sich in der Liga wieder etablieren kann.

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