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2. Klasse Nord-Mitte

Union Kefermarkts Trainer Otmar Fugger analysiert die Herbstsaison der 2. Klasse Nord-Mitte

Aufstiegskampf

Union Kefermarkt: Diese sensationelle Herbstsaison konnten wir in keiner Weise erwarten, kam daher völlig überraschend. Obwohl meine Mannschaft zu Saisonbeginn im taktischen und defensiven Bereich fehlerhaft agierte, ist sie toll in die Meisterschaft gestartet und konnte vor allem in der zweiten Saisonhälfte, mit den Siegen gegen die direkten Konkurrenten, überzeugen. Und wenn man zehn von zwölf Spielen gewinnt, dann hat man sich den Titel des Winterkönigs auch redlich verdient. Zudem stimmt in Kefermarkt alles - mit zwei tollen Plätzen finden wir ideale Trainingsbedingungen vor. Und nach der erfolgreichen Hinrunde ist meine Mannschaft voll motiviert, will im Frühjahr den Aufstiegsplatz unbedingt verteidigen.
Die Union Neumarkt/M. war bereits in der Vorsaison ganz vorne dabei, deshalb hatte ich diese Mannschaft auch auf der Rechnung. Der Tabellenzweite stellt ein starkes Team und verfügt mit Markus Pum, Patrick Frühwirth und Hakan Gül nicht nur über starke Einzelspieler, sondern konnte im Herbst auch mit einem guten Kollektiv überzeugen.
Die Union Unterweitersdorf sicherte sich den Herbstmeistertitel, ist dann aber durch eine Niederlage im vorgezogenen Rückrundenspiel gegen Reichenthal zurückgefallen. Neben talentierten jungen Spielern stützt sich der Herbstmeister auf Leistungsträger wie Simon Seir oder Christian Asanger. Enorm wichtig für das Team ist aber Christian Taubinger, ein Top-Stürmer mit Bezirksliganiveau.

Die Union Reichenthal war und ist für mich einer der Top-Favoriten für den Aufstieg. Der Absteiger hatte aber zu Beginn einige Probleme. Und die in der ersten Saisonhälfte gelassenen Punkte fehlen jetzt zur absoluten Spitze. Neben Top-Star Evzen Vohak, einem ehemaligen Regionalligaspieler, ist der Viertplatzierte besonders im Offensivbereich durch Spieler wie Christoph Katzmair sowie Dominik und Manuel Sonnberger überaus stark und wird deshalb im Frühjahr zu beachten sein.
Durch starke Leistungen auf der Zielgeraden der Herbstsaison kann auch die Union Windhaag/Freistadt im Aufstiegsrennen noch mitmischen. Der Tabellenfünfte überzeugte vor allem durch ein starkes Kollektiv. Diese Mannschaft ist aber für meinen Geschmack nach wie vor krasser Außenseiter. Deshalb gehe ich nicht davon aus, dass die Windhaager bis zum Schluss ganz vorne dabei sein werden.

Tabellenmittelfeld

Vor der Saison war für mich die Union Hochreiter Bad Leonfelden ein absoluter Geheimfavorit. Die Mannschaft scheint aber den Abstieg noch immer nicht verkraftet zu haben und ist deshalb weit unter ihren Möglichkeiten geblieben. Der Aufstieg ist zwar nicht mehr möglich, Bad Leonfelden kann aber jeden Gegner schlagen und im Frühjahr im Aufstiegsrennen das Zünglein an der Waage sein.
In den letzten Jahren war die Union Leopoldschlag stets in den Kampf gegen die Rote Laterne verwickelt. Der Verpflichtung der beiden "Altmeister" Zdenek Pahr und Pavel Wiener war besonders für die jungen Spieler sehr sinnvoll, können doch die Talente von den beiden tschechischen Routiniers ungemein viel lernen. Zudem konnte sich der einstige Nachzügler besonders im taktischen Bereich steigern und sich dadurch im Tabellenmittelfeld präsentieren. Nach vielen erfolglosen Jahren stellt der siebente Tabellenplatz für die Mannschaft eine Zusatzmotivation dar.
Ähnlich wie Bad Leonfelden ist auch Mit-Absteiger Union Alberndorf weit unter Wert geschlagen worden. Die Mannschaft hat den Abstieg inzwischen verdaut, wird sich im Frühjahr wesentlich stärker präsentieren und könnte zudem - wie Bad Leonfelden - das Aufstiegsrennen entscheidend beeinflussen.

Die Union Wimberger Haus Lasberg zählt für mich zu den ganz großen Enttäuschungen der Herbstsaison. Die Lasberger verfügen über einen sehr guten Kader, sind auch stark gestartet, dann aber ins Trudeln geraten. Ich hätte die Mannschaft viel weiter vorne erwartet. Deshalb bin ich mir auch ziemlich sicher, dass der Tabellenneunte im Frühjahr noch einige Plätze gut machen wird.
Neben Lasberg hat mich auch das Abschneiden der Union Reichenau enttäuscht. Nach einer tollen Frühjahrssaison zählte die Mannschaft für mich zu den Aufstiegsanwärtern, ist aber den ganzen Herbst über einfach nicht in die Gänge gekommen. Die Reichenauer sind weit unter den Erwartungen geblieben, können aber jeden Gegner schlagen und werden sich in der Tabelle auch dementsprechend verbessern.

Tabellenende

Die beiden Letztplatzierten bilden eine eigene Liga, forcieren aber den Nachwuchs und sind daher auch auf einem guten Weg. Die DSG Union Gutau ist aber wesentlich weiter und wird den letzten Platz sicher verhindern können. Es ist zwar gewisses Potenzial vorhanden, große Sprünge werden kurzfristig aber eher nicht möglich sein.
Der erhoffte Aufschwung ist dem SV Sandl auch in dieser Saison versagt geblieben. Wenn man alle zwölf Spiele verliert, ist der letzte Platz die logische Folge. Und trotz des Trainerwechsels - Christian Drucker führt die Mannschaft ins Frühjahr - wird man die Rote Laterne wohl kaum abgeben können. Auf den neuen Trainer wartet viel Arbeit, hat doch das Schlusslicht im Herbst überaus destruktiv agiert und ein Offensivspiel großteils vermissen lassen. Dabei könnte der Tabellenletzte wesentlich risikofreudiger agieren, hat doch der Nachzügler eigentlich nichts zu verlieren.


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