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1. Klasse Nord-Ost

DSG Union Altenbergs Trainer Friedrich Prandstätter analysiert die Herbstsaison der 1. Klasse Nord-Ost

Titelkampf

Den bärenstarken Aufsteiger TSV St. Georgen/Gusen hatte ich schon vor der Saison auf der Rechnung. Die Mannschaft ist mit regionalliga- und landesligaerfahrenen Spielern bestückt und besitzt die dementsprechende Klasse und Routine für den Titelkampf. Der Herbstmeistertitel der Riepl-Elf kommt für mich nicht überraschend. Der Tabellenführer ist zwar der Top-Favorit, aber noch nicht Meister!
DSG Union Altenberg: Nach meinem Rücktritt bei der Union Katsdorf hat mich eine neue Aufgabe ungemein gereizt - und diese erinnert mich an meine früheren Tätigkeiten in Königswiesen und Katsdorf. Ich wusste, dass ich eine fähige Mannschaft übernehme, bin aber vom Leistungspotenzial des jungen Teams - eines der jüngsten in Oberösterreich - positiv überrascht. Meine Mannschaft hat sich gegenüber den letzten Jahren weiter gesteigert und wird alles versuchen, dem Favoriten aus St. Georgen im Frühjahr ein Bein zu stellen.
Nach kleinen Startschwierigkeiten absolvierte auch der zweite Aufsteiger, die Union Schenkenfelden, eine tolle Saison. Die Mannschaft von Trainer Walter Hochmaier besitzt mit Horner, Leitner und Manzenreiter drei offensivstarke Spieler. Ich glaube zwar nicht, dass Schenkenfelden noch ernsthaft ins Titelrennen eingreifen kann, die Mannschaft kann aber jeden Gegner schlagen - im Herbst haben wir gegen den Aufsteiger mit 0:1 verloren - und bei der Titelentscheidung vielleicht sogar das Zünglein an der Waage sein.
Im letzten Herbst stand der Union Unterweißenbach das Wasser noch bis zum Hals. Nach einer starken Frühjahrssaison konnte der Tabellenvierte auch im Herbst überzeugen und absolvierte eine tadellose Hinrunde. Die Mannschaft ist aber sehr von Bernd Himmelbauer abhängig. Als er verletzt bzw. angeschlagen war, hat sich das in den Ergebnissen negativ niedergeschlagen. Für ganz vorne wird`s vermutlich nicht mehr reichen, aber ebenso wie Schenkenfelden kann Unterweißenbach die Rolle als Hecht im Karpfenteich einnehmen.

Tabellenmittelfeld

Die Union Ried/Riedmark hätte ich eigentlich etwas näher an der Spitze erwartet. Der Bezirksliga-Absteiger ist auch gut gestartet, hat aber im weiteren Saisonverlauf den Kontakt zu den Titelanwärtern verloren. Und nach der Saison hat Ried mit Rezek, Nowotny und Acik bereits drei Spieler abgegeben. Diese Transferaktivitäten kann ich nicht ganz nachvollziehen - scheinbar will man die Mannschaft umbauen oder vermehrt auf eigene Spieler setzen.
Wie Unterweißenbach steckte vor einem Jahr auch der ATSV Langenstein in großen Schwierigkeiten, um dann eine tolle Frühjahrssaison hinzulegen. Im Herbst ist man wieder schlecht gestartet, konnte aber diesmal den Schalter schneller umlegen und überwintert an respektabler sechster Position. Mit Patrick Strohmaier verfügt die Mannschaft über einen enorm starken zentralen Mittelfeldspieler.
Die Union Schönau muss zwar - da sie bereits ein Spiel mehr ausgetragen hat - aufpassen, nicht noch in ernsthafte Abstiegsgefahr zu geraten, ich denke aber, dass die Cimrhanzl-Elf über genügend Routine verfügt, den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern. Mit Jakub Tosovsky ist Schönau im Sommer einen Goldgriff geglückt. Aber auch David Kriechbaumer hat in der Offensive einiges zu bieten, während Stefan Ebner im Herbst nicht ganz an die Leistungen der letzten Jahre anknüpfen konnte.

Abstiegskampf

Der SC St. Pantaleon-Erla stellt nach Altenberg die zweitjüngste Mannschaft und verfügt eigentlich auch über eine starke Truppe. Die Elf von Trainer Gerhard Lindinger präsentierte sich aber überaus heimschwach und hatte zudem mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. So wurde der routinierte Ales Matousek schmerzlich vermisst. Ich denke jedoch, die Mannschaft wird mit dem Abstieg nichts zu tun haben, sich eher in der Tabelle verbessern.
In der Vorsaison hat die Union Rainbach/M. bis zum Schluss gegen den Abstieg gekämpft. Im Herbst ging es etwas besser. Die Mannschaft ist sehr kampfstark und kann sich auf erfahrene Spieler wie Jiri Jiranek verlassen. In diesem Spieljahr wird die Katzmair-Elf meiner Meinung nach nicht so lange zittern müssen.
Noch vor einem Jahr krönte sich die Union Windhaag/Perg zum Herbstmeister. In dieser Saison ist man in den Abstiegskampf verwickelt. Mit Karel Kukla verfügt man über einen sehr starken Legionär und wird zudem in den Heimspielen die notwendigen Punkte sammeln. Es wartet jedoch eine schwierige Rückrunde.

Die SPG Weitersfelden/Kaltenberg hat quasi ein Seuchenjahr hinter sich. Schon im Frühjahr legte man eine katastrophale Negativserie hin, um im Herbst daran anzuknüpfen. Auch aufgrund einiger Verletzungen avancierte man zu einer der Enttäuschungen der Herbstsaison. Dabei stehen wie etwa den Obereder-Brüdern starke Spieler in der Mannschaft - die auch jeden Gegner schlagen kann. Aus diesem Grund wird man auch den Klassenerhalt schaffen.
Mit Karl Ebner verfügt die Union Bad Kreuzen über einen sehr erfahrenen Trainer. Das Team muss sich vor allem spielerisch noch steigern und ist zudem relativ leicht ausrechenbar, ist doch das Spiel fast ausschließlich auf Jan Jirku zugeschnitten. Die Ebner-Elf hat eine schwierige Rückrunde vor sich.
Die Union Schweinbach steckt aufgrund ihrer Offensivschwäche erneut bis über beide Ohren im Abstiegskampf, verfügt aber mit Kapitän Markus Wöckinger über einen überragenden Spieler. Der Klub hatte mit Verletzungspech zu kämpfen und muss daher im Frühjahr erneut versuchen, im beinharten Abstiegskampf zu bestehen. Eine vielleicht sogar entscheidende Motivationsspritze könnte jedoch der Gewinn der professionellen Vorbereitung mit Trainer Herbert Panholzer sein. Ich bin schon gespannt, wie die Mannschaft diese neue Erfahrung umsetzt.
Nach zehn Niederlagen darf sich die Union Saxen nicht wundern, dass sie als Schlusslicht überwintert. Der Tabellenletzte kassierte vernichtende Niederlagen, hatte aber auch mit dem Verletzungsteufel zu kämpfen. Der neue Trainer - und möglicherweise auch neue Spieler - können den Abstieg vielleicht doch noch verhindern. Leicht wird es nicht, aber aussichtslos ist die Sache auch nicht. Es wird aber auf die ersten zwei, drei Runden ankommen - sollten gleich Siege eingefahren werden, ist man mit den Konkurrenten wieder auf Augenhöhe. Verzeichnet Saxen jedoch einen Fehlstart, dann ist der Ofen vorzeitig aus.


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