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1. Klasse Nord
SV Haslachs Trainer Franz Hofer analysiert die Herbstsaison der 1. Klasse Nord
Der ehemalige Co-Trainer der LASK-Profis und Cheftrainer der schwarz-weißen Amateure rät der TSU Hofkirchen/M. bereits zur Planung für die kommende Bezirksliga-Saison und und sagt der Union Nebelberg und relativ sorgenfreie Rückrunde voraus. Die übrigen 12 Mannschaften müssen sich jedoch mehr oder weniger intensiv mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen.
Titelkampf
Wenn man ungeschlagen die Tabelle anführt, 37 von 39
möglichen Punkten auf dem Konto verbuchen konnte, dann muss man
der TSU Hofkirchen/M. für eine sensationelle Hinrunde
und den Herbstmeistertitel herzlich gratulieren. Trainer
Gerhard Gahleitner und die Verantwortlichen des Klubs können
schon jetzt in aller Ruhe für die Bezirksliga planen. Der
Tabellenführer interpretierte ein wirkungsvolles 4-4-2 System
und konnte sich dabei auf Torwart Hinterleitner, sowie die
Achse um Kiesl, Hruska und Kehrer verlassen. Und ganz vorne
blühte Goalgetter Dominik Stöbich auf. Die Hofkirchner wussten
nicht nicht nur spielerisch zu überzeugen, die Gahleitner-Elf
war vor allem bei Standards brandgefährlich.
Die Union Nebelberg ist zwar Tabellenzweiter, wird aber
Hofkirchen nicht mehr gefährden können. Nach dem Fast-Abstieg
in der Vorsaison waren die Nebelberger die positive
Überraschung im Herbst und konnten durch ein starkes Kollektiv
überzeugen. Und in der Offensive richteten es meist Florian
Pfeil und David Pfoser.
Abstiegskampf
Der SV Hellmonsödt ging als Geheimfavorit ins Rennen
hatte aber mit einem Hänger und Verletzungssorgen zu kämpfen.
Trainer Schörgenhuber hat mit Thomas Hofer sowie Harald und
Thomas Oyrer drei außergewöhnliche Spieler in seinen Reihen.
Die Mannschaft ist im Herbst unter ihrem Wert geschlagen worden
und wird daher mit dem Abstieg nichts zu tun haben.
Auch vom SV Kollerschlag durfte man vielleicht etwas
mehr erwarten. In der Hinrunde ist es nicht wie gewünscht
gelaufen - im Frühjahr müsste für die stark besetzte
Mannschaft, die mit Milan Randl den wohl besten Torwart der
Liga im Kasten hat, eine Steigerung möglich sein. Vor allem das
routinierte Sturmduo Martin Wöß/Markus Friedl ist im Herbst
unter den Erwartungen geblieben.
Die Union Arnreit darf stolz auf ihre Leistung sein.
Der Aufsteiger hat sprichwörtlich über den Kampf ins Spiel
gefunden und sich im Laufe der Saison zusehends gesteigert. Der
Tabellenfünfte stellt eine junge, sympathische Mannschaft und
hat mit Kevin und Patrick Aiglstorfer zwei Rohdiamanten in
seinen Reihen, die künftig wohl bei einem höherklassigen Verein
geschliffen werden.
Nach einer durchwachsenen Saison konnte die Union
Peilstein zumindest mit einem starken Finish überzeugen.
Erst nach einer Umstellung - Petr Prochazka, einer der besten
Legionäre der Liga, nahm den Liberoposten ein - kam der Erfolg
zurück. Und nun kommt mit Severin Neudorfer auch ein
Offensivspieler von Landesligist Rohrbach zurück. Die
Mannschaft hatte in der Hinrunde mit Verletzungsproblemen zu
kämpfen, wird aber am Ende mit dem Abstieg nichts zu tun
haben.
Die Union Altenfelden agierte mit einem 4-4-2 System
und absolvierte einen Herbst mit Höhen und Tiefen. Auf der
Zielgeraden konnte der Aufsteiger überzeugen und hat sich
insgesamt auch tadsellos geschlagen. Der eher kleine Kader ist
aber ab und an an seine Grenzen gestoßen - mit Sebastian
Leibetseder verfügt der Aufsteiger jedoch über einen sehr
starken Defensivspieler.
Nach dem Abstieg aus der Bezirksliga hat die Union
Oberneukirchen einige Zeit benötigt, ist aber inzwischen in
der neuen Liga angekommen. Von der Mannschaft rund um die die
Bumba-Brüder hat man jedoch wesentlich mehr erwartet. Der
Absteiger war jedoch großen Leistungsschwankungen unterworfen.
konnte im Herbst sein durchaus vorhandenes Potenzial nicht
ausschöpfen.
Die DSG Union Sarleinsbach verfügt über ein starkes
Kollektiv und kann vor allem auf eigenem Platz jeden Gegner
schlagen. Der Neuntplatzierte praktiziert ebenfalls ein
klassisches 4-4-2 System, hatte aber im Defensivbereiche einige
Probleme.
Der UFC RAIKA Hartkirchen spielte im Vorjahr noch um
die Meisterschaft und hat als Vizemeister die Sache vielleicht
auch auf die leichte Schulter genommen. Zudem konnte der Abgang
von Damir Sehic nicht kompensiert werden. Die Mannschaft
befindet sich in einer ungewohnten Tabellensituation und muss
aufpassen, nicht noch mehr in den Abstiegssumpf zu
geraten.
SV Haslach: Nach dem zehnten Platz im Vorjahr hatte
meine Mannschaft im Sommer zwei Abgänge zu verzeichnen und
musste in der Folge drei Langzeitverletzte beklagen. So gesehen
mussten wir die halbe Mannschaft vorgeben und hatten zudem eine
durchwachsene Vorbereitung absolviert. Im letzten Saisondrittel
sind wir aber ganz gut in Fahrt gekommen - und sollten wir in
der Rückrunde an diese Leistungen anknüpfen können, dann ist
das Saisonziel, zumindest der 11. Platz, auch zu erreichen. Uns
erwartet aber ein harter und steiniger Weg, denn der
Abstiegskampf könnte unter Umständen bis zum letzten Spiel
andauern.
Der UFC Haibach/Donau wurde vom OÖFV zum Superchampion
gekürt. Das spricht für eine gediegene Nachwuchsarbeit - und
der Klub verfügt in der Tat über eine sehr junge und äußerst
dynamische Mannschaft, die sich jedoch, aufgrund ihrer
Unerfahrenheit nicht formstabil präsentierte. Während der
Aufsteiger auf eigenem Platz Schwierigkeiten hat, das Spiel zu
gestalten, agierte Haibach in der Fremde bärenstark und
überzeugte mit einem gefährlichen Konterspiel.
Wie jeden Herbst ist die Union St. Peter am Wimberg
wieder am Tabellenende zu finden. Und geht es nach dem Gesetz
der Serie - im Frühjahr erfolgte zumeist eine klare
Leistungssteigerung - dann schafft man auch in der laufenden
Saison den Klassenerhalt. Zudem hat der Verein in der
Winterpause bereits reagiert und neben dem Trainer auch den
Sektionsleiter gewechselt. Zudem konnte mit Pavel Knietel ein
starker Offensivspieler von Bezirksligist Union Pregarten
verpflichtet werden.
Die Union Herzogsdorf-Neußerling hatte nach dem
Aufstieg große Probleme und kam zu Beginn mit dem 4-4-2 System
nicht zurecht. Zudem offenbarte der Aufsteiger zunächst
Schwächen in der Defensive und auch vorne ging nicht viel. Doch
als Herzogsdorf bereits als Fix-Absteiger gehandelt wurde, ließ
die Mannschaft mit überraschenden Siegen gegen Hellmonsödt und
Kollerschlag aufhorchen. In den letzten beiden Runden konnte
der Aufsteiger den Anschluss ans hintere Tabellenmittelfeld
herstellen und neues Selbstvertrauen tanken. Der Klassenerhalt
kann im Frühjahr durchaus noch Realität werden.

